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Das passiert, wenn der CEO eines hippen Berliner Start-Ups und der Chef einer Wiener Traditionsbrauerei für eine Woche die Plätze tauschen…

Manche Geschichten sind so gut, dass sie auf jeden Fall erzählt werden müssen, auch wenn sie auf den ersten Blick erst mal nicht hierher passen.

Diese Geschichte handelt von Matthias und Philip, die auf irgendeinem Business…, CEO…, Digital-Strategie-Dingens-Meeting gemeinsam ein paar Bier zischten und sich dabei überlegten: Was passiert eigentlich, wenn wir für eine Woche mal die Plätze tauschen? Geht das eigentlich? Also, Struktur und Ordnung trifft auf Chaos, überall Schwierigkeiten und Geldknappheit auf starre Prozesse und Management-Erfahrung, Start-Up-Feeling auf 180-jähriges Traditionsunternehmen… Was können wir dabei lernen?

Philip Siefer gründete 2016 mit seinem Freund Waldemar Zeiler einhorn, ein Unternehmen, das sich auf vegane Kondome in Chipstüten spezialisiert hat: www.einhorn.my. Die Gummis werden aus fair gehandeltem Kautschuk gefertigt, die Chefs inspizieren ihre Lieferanten regelmäßig vor Ort selbst und sind sich nicht zu schade, selbst für ihre Zulieferer ungewöhnliche und pragmatische Lösungen zu entwickeln (mehr dazu lesen). Die Mitarbeiter sind in allem komplett frei: Sie dürfen arbeiten, wann sie wollen, so viel Urlaub nehmen, wie sie benötigen und ihr Gehalt selbst bestimmen.

Die Traditionsbrauerei Ottakringer dagegen besteht schon seit 1837, also stolze 181 Jahre. Sie beschäftigt ca. 150 Angestellte (einhorn damals nur 17) und ist mit 77 Millionen Euro Umsatz ein ganz anderes Kaliber als der Berliner Kondomhersteller mit einer Millionen Euro Umsatz… Ihr Geschäftsführer Matthias Ortner wollte damals unbedingt wissen, wie ein ein Start-Up funktioniert, wie Lösungen gefunden werden oder ob „Teile der Unternehmenskultur auch bei uns in Wien denkbar wären.

Und so startete das hochspannende Experiment mit zwei Firmen, die auf den ersten Blick so gar nicht zusammenpassen, schaut mal hier:

Bilder: dasneuearbeitendna.com, Einhorn, Ottakringer Brauerei

Wie diese drei Manager aus dem Hamsterrad ausbrechen und einen Sinn für sich und ihre Mitmenschen finden

Ein ehemaliger Investmentbanker, ein Regionalleiter der dm-Drogeriemärkte und ein Großprojektleiter der Autoindustrie machen sich auf die Suche nach dem Sinn ihres (Arbeits)Lebens und Wege aus der vermeintlichen Ausweglosigkeit des gefühlten „Hamsterrads“.

Dabei treffen sie unter anderem auf Jon Kabat-Zinn, dem Begründer der MBSR-BEWEGUNG (Mind Based Stress Reduction), einen Professor der Quantenphysik, eine Professorin für Neurowissenschaften oder einen Meditationsmeister.

Was sie finden, ist im Film „From Business to Being“ dokumentiert. Am Besten schaut ihr selbst mal rein – hier ist der Trailer:

Gesammelte Glücksmomente von dieser Woche

Diese Woche habe ich ein paar Glücksmomente von Personen in meiner Umgebung gesammelt. Ich finde einen schönen als den anderen, schaut mal:

„Als ich nach einer schlaflosen Nacht am nächsten Tag endlich wieder durchschlafen konnte.“

„Als ich am Telefon die Nachricht erhielt, dass dieses Jahr auf Helgoland wieder offizieller Vogelbeobachter sein darf.“

„Als ich diese wunderbare Jacke auf dem Flomarkt fand.“

„Als ich erfuhr, dass ich beim Bewerbungsverfahren meiner Traumfirma eine Runde weiter gekommen bin.“

„Heute schien den ganzen Tag die Sonne, obwohl der Wetterbericht Gewitter und Unwetter angesagt hatte.“

„Als mein Sohn mir seinen ersten selbstgemalten Comic gezeigt hat…“

„Als ich vorhin noch einen Spülmaschinentab gefunden habe und nicht mehr extra in den Supermarkt laufen musste.“

„Mein erstes Mal grillen dieses Jahr!“

„Eine Freundin hat mir ihren Regenmantel geschenkt. Einfach so und weil es gerade draussen regnete.“

Welche glücklichen Momente sind Dir diese Woche begegnet?

Foto: Pixabay

Dieser Mann hatte einen cholerischen Boss und wurde trotzdem glücklich

Hector Marcel war Anfang 20 und ziemlich glücklich, als er sein erstes Unternehmen gründete. Er ging dazu in die USA und fand einen Investor, der als „stiller Teilhaber“ in sein Geschäft einstieg. Anfangs lief es wohl recht gut, aber nach kurzer Zeit begann dieser stille Investor immer mehr einzugreifen. Er erteilte immer mehr Ratschläge, die Firma bekam finanzielle Probleme und irgendwann realisierte Hector, dass er seinen Teilhaber nahezu jeden Abend traf. Es passierte, was er eigentlich mit der Gründung seines eigenen Unternehmens verhindern wollte: Durch die täglichen Gespräch mit seinem Investor, in denen er über seine Leistung an diesem Tag berichten und sich Anweisungen anhören musste, hatte er sozusagen einen Chef. Einen cholerischen noch dazu.

Er konnte sich an kein einziges ruhiges, sachliches Gespräch erinnern, eher an wütende Tiraden und Beschimpfungen, regelrechte „Schrei-Wettbewerbe“, begleitet von Mistrauen, Respektlosigkeit und Geringschätzung. Gleichzeitig war Hector auch noch abhängig von diesem Mann, denn dieser hatte ihm einen Rat gegeben, der Hector in einen illegalen Immigrations-Status brachte. Es war ein peinliches, schmutziges Geheimnis, über das er mit niemandem sprechen konnte: nicht mit seinen Kollegen, nicht mit seinem Kunden und auch nicht mit seiner Familie. Er war komplett abhängig von diesem Mann, der ihn jeden Abend aufs Neue fertigmachte. Er schien die Quelle all seiner Probleme zu sein.

Er saß in der Falle und wusste keinen Ausweg. Er hatte sich noch nie so gefangen, so abgebrannt und so gebrochen gefühlt.

In dieser Situation lernte er einen Mönch kennen, der einen Vortrag zum Thema „Wie werde ich meinen cholerischen Boss los“ hielt. Das war der rettende Strohhalm für Hector. Wie ein Eiswürfel in der Wüste mit seinem Namen drauf. Hector fragt den Mönch natürlich nach seinem Geheimrezept.

Der Mönch sagte:

„Bevor ich Dir sage, wie Du Deinen cholerischen Boss loswirst, erkläre ich Dir grundlegende Dinge, die Dich Dein ganzes Leben begleiten werden:

Du musst erkennen, dass es nichts in oder an Deinem cholerischen Chef gibt, das in Dir jemals irgendein Gefühl, wie Hass, Ablehnung oder Wut erzeugt. Wenn es von ihm kommen würde, wenn Dein Investor es austrahlen würde, dann würde jeder in seiner Nähe, auch wenn er mit dem Rücken zu ihm steht, die gleichen Gefühle haben wie Du, wenn Du ihn siehst.“

Und Hektor wusste, dass das nicht der Fall war.

Der Mönch fuhr fort: „Wenn diese Gefühle von Hass und Ablehnung nicht von aussen kommen, woher kommen sie denn dann?“

Die Antwort ist so einfach, dass wir alle sie gerne übersehen. Hector musste sich eingestehen, dass er voller Hass und Ablehnung war, wenn er mit seinem cholerischen Chef sprach.

„Exakt“, sagte der Mönch, „es ist ein Teil in Dir, den Du tatsächlich ändern kannst. Wenn Du also Deinen cholerischen Boss loswerden willst, dann wirf einen absolut ehrlichen Blick auf Dein Leben und schau, wo Du Deinen Geist mit Hass und Ablehnung auffüllst.“ 

Und diese Antwort war wiederum einfach. Jedesmal, wenn sich Hector mit seinem Investor streitete, füllte sich sein Geist mit Hass und Ablehnung. Jedes Mal. Dieses Eingeständnis war für ihn eine bittere Pille und sehr unangenehm. Aber Hector hatte auch gleichzeitig das Gefühl, dass er an diesem Punkt in seinem Leben keine andere Wahl hatte.

Der Mönch fuhr fort: „Du musst es mir nicht glauben. Mach doch daraus einfach ein Experiment.“

Hector beschloss daraufhin, den Ratschlag des Mönchs für 6 Monate auszuprobieren, obwohl es sich für ihn sehr unnatürlich und kontraproduktiv anfühlte. Er beschloss also, jedes Mal wenn er wütend war und jedes Mal, wenn er seinen Investor anbrüllte, sofort damit aufzuhören und erlaubte sich keine Ausreden.

Folgendes passierte daraufhin. Genau wie der Mönch vorausgesagt hatte, durchlief Hector drei Phasen:

  1. Er würde die Ratschläge zunächst komplett vergessen. Tatsächlich: im ersten Monat nach dem Treffen hatte er die Anweisungen des Mönches komplett aus seinem Gedächtnis gestrichen. Doch eines Abends, nach einem weiteren Streitgespräch, realisierte er auf dem Nachhauseweg, dass er gerade seinen Geist wieder mit Hass und Ablehnung randvoll gepackt hatte. Das war ja genau das, was er eigentlich nicht mehr wollte.

  2. In der zweiten Phase würde ein bisschen schizophren sein. Genauso kam es: ertappte er sich beim Streiten, brach er mitten in seiner Argumentation – auch wenn sie noch gut war – ab. Er schloss seinen Mund und strengte jeden Zentimeter seines Körpers an, um sich im Griff zu behalten und den angefangenen Satz nicht zu beenden. Es war sehr hart und darüber hinaus machte dieses Verhalten seinen Geschäftspartner nur noch wütender.

  3. In der dritten Phase würde er nur noch mit inneren Impulsen arbeiten. Also zum Beispiel mit Gedanken wie „Du bist die Quelle meiner Probleme. Du bist der Grund für meinen Hass.“ Der Mönch riet ihm für diese Phase, sich stets daran zu erinnern, dass es nicht in der Natur des Investors liegt, diese Gefühle zu haben. Der Mönch war sich sicher, dass dieser Gedanke Hector helfen würde und dass er dann schon „recht nahe dran sei“.

Genauso war es: Hector war kurz vor der wichtigsten Transformation seines Lebens. Eine Transformation, die ihn für den Rest seines Lebens begleiten würde, genau wie der Mönch es ihm vorausgesagt hatte.

Wie diese Transformation genau geschah, dass müsst ihr euch von Hector selbst erzählen lassen, ab Minute 06.34:

Mich berührt Hector jedes Mal so sehr, dass ich mir die Tränen aus den Augen wische… Wie geht es euch dabei?

Gute Nachricht? Gute Nachrichten!

Ein Wunsch geht in Erfüllung: Die Welt steckt voller guter, positiver Nachrichten und immer mehr Zeitungen, freie Journalisten und Blogger publizieren sie! Als ich für diesen Artikel zu recherchieren begann, dachte ich noch, daß es ganz schön schwer wird, gute Nachrichten zu finden. Jetzt darf ich euch sogar eine Linksammlung präsentieren!

Einführung

Der Kognitionspsychologe Christian Stöcker hat im Spiegel sehr schon beschrieben, warum es uns (mir auch) so schwerfällt, sich über gute Nachrichten zu freuen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/zukunft-globale-entwicklung-schluss-mit-der-miesen-laune-a-1202829.html

Apps für gute Nachrichten:

  • Good News
  • Perspective Daily

Portale für gute Nachrichten auf deutsch:

Portale für gute Nachrichten auf englisch:

Facebook Gruppen

Bücher

Diese beiden Bücher räumen mit unserem Hang zum Schwarzsehen auf und helfen uns, mit Hilfe von Fakten die Welt in einem positiven Licht zu sehen:

KLAPPENTEXT:

Es wird alles immer schlimmer, eine schreckliche Nachricht jagt die andere: Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Es gibt immer mehr Kriege, Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen. Viele Menschen tragen solche beängstigenden Bilder im Kopf. Doch sie liegen damit grundfalsch.

Unser Gehirn verführt uns zu einer dramatisierenden Weltsicht, die mitnichten der Realität entspricht, wie der geniale Statistiker und Wissenschaftler Hans Rosling erklärt. Wer das Buch gelesen hat, wird
• ein sicheres, auf Fakten basierendes Gerüst besitzen, um die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist
• die zehn gängigsten Arten von aufgebauschten Geschichten erkennen
• bessere Entscheidungen treffen können
• wahre Factfulness erreichen – jene offene, neugierige und entspannte Geisteshaltung, in der Sie nur noch Ansichten teilen und Urteile fällen, die auf soliden Fakten basieren

=> Hans Rosling hat übrigens seine Stiftung gegründet, die sein Werk fortführt: https://www.gapminder.org/

 

KLAPPENTEXT:

Eine leidenschaftliche Antithese zum üblichen Kulturpessimismus und ein engagierter Widerspruch zu dem weitverbreiteten Gefühl, dass die Moderne dem Untergang geweiht ist.

Hass, Populismus und Unvernunft regieren die Welt, Wissenschaftsfeindlichkeit macht sich breit, Wahrheit gibt es nicht mehr: Wer die Schlagzeilen von heute liest, könnte so denken. Doch Bestseller-Autor Steven Pinker zeigt, dass das grundfalsch ist. Er hat die Entwicklung der vergangenen Jahrhunderte gründlich untersucht und beweist in seiner fulminanten Studie, dass unser Leben stetig viel besser geworden ist. Heute leben wir länger, gesünder, sicherer, glücklicher, friedlicher und wohlhabender denn je, und nicht nur in der westlichen Welt. Der Grund: die Aufklärung und ihr Wertesystem.
Denn Aufklärung und Wissenschaft bieten nach wie vor die Basis, um mit Vernunft und im Konsens alle Probleme anzugehen. Anstelle von Gerüchten zählen Fakten, anstatt überlieferten Mythen zu glauben baut man auf Diskussion und Argumente. Anschaulich und brillant macht Pinker eines klar: Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt sind weiterhin unverzichtbar für unser Wohlergehen. Ohne sie wird die Welt auf keinen Fall zu einem besseren Ort für uns alle.

»Mein absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten.«
Bill Gates

Streng genommen, handelt es sich hier nicht um ein Buch, sondern um eine Webseite: www.ourworldindata.org Sie wurde gegründet vom Ökonom Max Roser, der ein Team aus Wissenschaftlern um sich scharrt, das Fakten zusammenstellt. Von renommierten Quellen. Wissenschaftlich wasserdicht. Aus aller Welt. So kann sich jeder selbst ein Bild machen, wie es um uns, unsere Nachbarn, die Welt, bestellt ist.

Jetzt wünsche ich euch allen viel Spaß beim Schmökern!

Wenn jemand selbst weitere Portale, Blogs, Zeitschriften, Apps, Youtube-Kanäle – oder was auch immer – weiß, die in diese Auflistung gehören, dann hinterlasst mir unten einen Kommentar.

Innehalten, die Natur genießen

Über die Felder laufen, die Sonne, das Grün und die Farben genießen – ist mein Glücksmoment. Zum Glück wohne ich nicht weit von meinem Sehnsuchtsort entfernt. Schaut mal hier:

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Das schöne Markgräfler Land…

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… steckt voller idyllischer, fast verwunschener Orte, die…

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… zum Verweilen einladen und…

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… alle Sinne ansprechen. Die Fußsohlen spüren: kleine, von Wasser schön rund polierte Kiesel, größere, unebene Brocken und unerwartet Spitzes. Das kühle Wasser, das sanft die Fesseln umspielt und an einem heißen Sonnentag angenehme Kühlung spendet. Das Plätschern des Gebirgsbachs, der ohne Eile, stetig und ohne Unterlass seiner Wege geht. Der Duft der Blumen am Bachrand und dieser harmonische Ort, der die Augen erfreut.

Mein Glücksmoment.

Mein Ruheort.

Meine Kraftquelle.

Hast Du auch so einen Ort? Dann schreib mir doch einen Kommentar, ich freue mich darüber 🙂