Glücksforschung
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Welche Skills brauchen Mitarbeiter von morgen? Google hat da ganz überraschende Antworten…

Die Top-Fähigkeiten für Mitarbeiter in der Zukunft

Google ist immer wieder für eine Überraschung gut, gerade wenn es um die Frage geht, wie wir in Zukunft miteinander arbeiten wollen. Vor kurzem wollte das Unternehmen ganz genau wissen, welche Fähigkeiten und Eigenschaften ein Mitarbeiter idealerweise benötigt, um die beste Leistung zu bringen. Genauer gesagt: Mit welchen Eigenschaften Mitarbeiter die besten Teams bilden, um die bestmögliche Leistung zu bringen.

Sie gingen ganz fest davon aus, dass es sich hauptsächlich um „Hard Skills“ aus dem STEM-Fächern handelt, also um Naturwissenschaften, Technologie, Ingenieurwesen und Mathmatik. Schließlich war das die Einstellungs-Politik seit Gründung des Unternehmens aus San Francisco: Das Anwerbern der Top-STEM-Absolventen, am Liebsten von US-Elite-Unis. Mit dieser Personalpolitik war das Unternehmen schließlich groß und unschlagbar erfolgreich geworden.

Aber Google wäre nicht Google, wenn es nicht selbst scheinbar erfolgreiche Strategien auf den Prüfstand stellen würde. Also wurde 2013 eine große interne Studie gestartet, die herausfinden sollte, welche Fähigkeiten eines Google-Mitarbeiters denn die wichtigsten sind. Dazu drehte das Unternehmen – ganz traditionell – jeden Bit und Byte um, den es über den Werdegang seiner Mitarbeiter habhaft werden konnte. Am Ende wurden die wichtigsten Skills identifiziert.

Die wichtigsten Skills, die einen Google-Mitarbeiter erfolgreich machen…

Trommelwirbel…..

  • Platz 1: Ein guter Coach sein
  • Platz 2: Ein guter Zuhörer sein und gut kommunizieren können
  • Platz 3: Sich in andere Personen hineinfühlen können (insbesondere in andere Werte und Sichtweisen)
  • Platz 4: Empathisch sein und seine Kollegen bestmöglich unterstützen
  • Platz 5: Ein guter kritischer Denker und Problemlöser sein

Und die STEM-Fähigkeiten? Programmieren und so? Es geht doch um Google oder etwa nicht?

Die wichtigsten Skills für Mitarbeiter in der Zukunft

Nun, die herausragenden naturwissenschaftlichen Kenntnisse liegen immerhin unter den ersten 10 auf Platz 8. Das sagt einer der größten Technologie-Konzerne unserer Zeit über die wichtigsten Skills seiner Mitarbeiter. Ich finde, das kann man nicht oft genug wiederholen.

Was können Studenten daraus lernen?

Tatsächlich handelt es sich bei diesen Skills um Eigenschaften, die früher gerne belächelt wurden als „Soft Skills“. Sie sind irgendwie „nice to have“: Das miteinander-auskommen mit anderen Personen, ehrliches Interesse am Anderen, der gemeinsame Erfolg und nicht der Alleingang eines „Stars“.

Wer nun auf der Suche nach dem besten Ratschlag für alle Studenten ist, wird sich die Haare raufen. Nichts ist jetzt klarer: Sollen denn Studenten nicht doch noch ein bisschen , also zumindest ein wenig naturwissenschaftliche Vorkenntnisse mitbringen, wenn sie sich für die – stark technologische – Zukunft fit machen wollen? Also auch, wenn es ihnen gar nicht liegt? Nicht wenigstens etwas? Oder reicht die Fähigkeit zu lebenslangem Lernen aus, um auch in einem Tekki-Konzern eine akzeptable Karriere hinzulegen?

Die Washington Post fasst das Schulterzucken der Experten recht gut zusammen:No student should be prevented from majoring in an area they love based on a false idea of what they need to succeed. Broad learning skills are the key to long-term, satisfying, productive careers. What helps you thrive in a changing world isn’t rocket science. It may just well be social science, and, yes, even the humanities and the arts that contribute to making you not just workforce-ready but world-ready.“

Meine Perspektive zum Schluss kann ich mir nicht verkneifen: Wer einen Beruf wählt, den er liebt, ihn mit Herzblut ausübt und dabei den Menschen nur Gutes tun will, der wird Dinge erleben, die er nicht für möglich gehalten hätte.

Was meint ihr dazu?

Fotos: Pixabay

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