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Erfreulich, und wahr: Gestern sank die weltweite Kindersterblichkeitsrate!

Erfreulich und wahr: immer weniger Kinder unter 5 Jahren sterben - weltweit

Die Anzahl der sterbenden Kindern unter 5 Jahren ist gestern wieder um 455 gesunken! Dieser Siegeszug des Lebens hält sein Tempo schon seit erfreulichen 20 Jahren. Vergleicht man die Zahlen von 1800 mit heute ist das Ergebnis noch eindrucksvoller – und das bei steigenden Bevölkerungszahlen!

Das ist toll, aber warum finden wir solche Nachrichten nicht in den gängigen Medien? Nun, vielleicht liegt es daran, dass diese Entwicklung langsam, aber stetig voranschreitet. Eine kontinuierliche und langsame sinkende Kindersterblichkeitsrate ist eben keine Titelstory – und doch ist es eine Sensation! Sie lag im Jahr 1800 weltweit bei 43%, in Deutschland sogar bei über 50%. Könnt ihr euch das vorstellen? Es bedeutet, dass jedes 2. geborene Kind nicht älter wird als 5 Jahre. Heute (2015) liegt diese Rate weltweit bei nur 4,3% – und das obwohl die Weltbevölkerung im Vergleich zu 1800 um Vielfaches angestiegen ist! Schaut mal hier:

Die Kindersterblichkeitsrate sinkt kontinuierlich seit 1800

Also, während die Bevölkerung von etwas weniger als 1 Milliarde weltweit im Jahre 1800 auf ca. 7 Milliarden im Jahre 2015 gewachsen ist, sank die weltweite Kindersterblichkeitsrate von 43% auf nur noch 4,3%. Wunderbar! Übrigens kann man auf dem Graphen rechts oben auch erkennen, dass die Rate des Bevölkerungswachstums seit den 1970er Jahren ebenfalls kontinuierlich abgenommen hat.

Die Ursachen für diesen Triumph des Lebens kennt ihr wahrscheinlich schon, aber wusstet ihr auch, dass sie so einen entscheidenden Einfluss haben?

Vermehrung des Wohlstands

Es gibt eine klare Korrelation des Durchschnittseinkommens eines Landes und seiner Kindersterblichkeitsrate. In den reichen Ländern dieser Erde liegt sie beispielsweise bei unter 1%, während die ärmsten Länder immer noch die höchste Rate zu beklagen haben:

 

Angehörigkeit einer sozialen Klasse

Sogar innerhalb eines reichen Landes spielt die Klassengehörigkeit eine große Rolle. Beispiel heutiges Großbritannien: Während die Sterblichkeitsrate bei Kindern, deren Väter einer geregelten Tätigkeit nachgehen bei 3,8 von 1.000 Geburten liegt, beträgt dieser Wert bei Kindern, deren Väter ungelernte Gelegenheitsarbeiter sind ganze 7,4 von 1.000 Geburten:

Bildung von Frauen

Je länger Frauen zur Schule gehen und eine Ausbildung genießen, umso mehr sinkt auch die Kindersterblichkeitsrate:

Und das hat die folgenden Gründe:

Die Forscherin Emmanuele Gakidou konnte in einer Studie sogar belegen, dass die Hälfte der Reduktion der Kindersterblichkeitsrate in den Jahren 1970 bis 2009 auf die verbesserte Bildung von Frauen zurückzuführen ist. Das Bruttoinlandsprodukt dagegen hatte einen viel geringeren Einfluss.

 

Medizinische Versorgung:

Natürlich spielt die Verbesserung der Gesundheitsversorgung eine große Rolle:

Je mehr Kinder überleben, umso weniger Kinder werden geboren

Das ist tatsächlich eine sehr gute Nachricht, auch wenn es in unseren westlich geprägten Ohren anders klingt. Je mehr Kinder das 5. Lebensjahr erreichen, umso mehr wächst das Vertrauen der Eltern und sie bekommen statistisch gesehen weniger Kinder. Das ist besonders in bevölkerungsreichen Ländern eine gute Nachricht, denn dieser Faktor spielt eine große Rolle bei der Reduktion des Bevölkerungswachstums.

Neben den rationalen Aspekten spielt für mich persönlich auch die emotionale Botschaft dahinter eine große Rolle. Quer durch alle Kulturen sind sich alle Eltern weltweit einig: Nichts ist schlimmer, als das eigene Kind zu Grabe zu tragen. Das Leid und die Trauer sind unermesslich groß.

Für mich ist also die schönste Nachricht: Immer weniger Menschen müssen den Tod des eigenen Kindes erleben. Wieviel weniger Leid das für uns alle bedeutet! Das macht mich sehr froh!

Alle Daten stammen von der Webseite Our World in Data. Schaut euch mal dort um, es handelt sich um eine gemeinnützige Initiative vieler engagierter Wissenschaftler, die in akribischer Kleinarbeit viele Daten zusammentragen und uns so eine eigene Sicht auf die Welt ermöglichen.

 

Du interessierst Dich für mehr gute Nachrichten? Dann schau doch mal hier vorbei.

 

Fotos: Pixabay.com  www.ourworldindata.org

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